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NIKOLAUS … ODER DIE KRUX MIT DEN KLONEN

Da ist sie wieder, die Zeit der leuchtenden Kinderaugen, die erwartungsvoll und ein bisschen ängstlich den Herrn im roten Gewand anhimmeln. Meist ist es ja die amerikanische Variante, die sich auch viel besser in die kindliche Fantasie einfügt, als der christlich angehauchte „echte“ Bischof Nikolaus. Die Worte der Eltern im Ohr: Wenn du brav warst, dann bringt der Nikolaus dir auch was .. und schon steigen die Bemühungen der Kleinsten, zumindest für kurze Zeit, den Wünschen der Großen zu entsprechen und die Stiefelchen wandern am Vorabend vor die Tür.

Doch wie gehen wir Eltern mit der Allgegenwart des Herrn in rot um? Egal ob im Supermarkt, auf dem Weihnachtsmarkt, in der Fußgängerzone, bei Weihnachtsfeiern … überall werden die Kinder bereits vor dem 6. Dezember mit seiner Gegenwart behelligt. Am vergangenen Wochenende habe ich eine lustige Szene beobachten dürfen: Auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt im Park des Braunshardter Schlosses kam pünktlich zum Hochbetrieb am Abend der bei den Jüngsten so begehrte weißbärtige Herr mit dem Jutesack voller Kleinigkeiten, zum Glück ohne Rute und Knecht Ruprecht. Um die anfängliche Scheu der Kinder zu minimieren, ging er brav vor ihnen in die Hocke, machte Smalltalk und überreichte erwartungsgemäß sein Schokoladenabbild. Freudestrahlend und stolz zog der so beschenkte Zwerg an der Hand seiner Mutter weiter. Doch langsam aber sicher machte sich Skepsis und Sorge in dem geröteten Gesichtchen breit. Schließlich überwand er sich und fragte mit zitternder Stimme seine Mama, ob denn der Nikolaus jetzt trotzdem noch seinen Stiefel daheim füllen käme. Ach Herr je, diese kindliche Sorge brachte die Frau Mama in arge Erklärungsnot. Natürlich, versprach sie ihm schließlich, käme der Nikolaus auch noch ganz persönlich zu ihm nach Hause. Denn, so die Mutter, der hier sei doch nur ein Stellvertreter vom Echten, der überall rumzieht, um die Kinder auf den besonderen Tag vorzubereiten. Mit Stellvertreter konnte der wohl etwa Vierjährige nichts anfangen, und so machte er ihn kurzer Hand zum Klon … DAS kannte er aus den Star Wars Filmen. Damit waren Mutter und Sohn zufrieden, Vater jedoch schüttelte nur fassungslos den Kopf.

Tja, die Zeiten, in denen der Nachwuchs einfach nur bedingungslos an die Existenz des Nikolauses glaubt, werden heutzutage eben auch immer kürzer. An die wenigen Jahre des blauäugigen Vertrauens schließt sich schnell und übergangslos die Phase der permanenten Skepsis gepaart mit Neugierde, Entdeckertum, detektivischem Spürsinn und schließlich rechthaberischer Aufsässigkeit an. Nach dem Motto: Ätsche bätsche, ich habe euch überführt und es ist ja echt peinlich, was ihr da macht. Um dann langsam aber sicher in das Lebensalter zu kommen, in dem man gerne wieder kindlich naiv an all das Schöne zurückdenkt, was man ein paar Jahre zuvor schnöde verleugnet hat. Denn wie heißt es so schön, für einen Schokonikolaus oder einen Adventskalender ist man nie zu alt und vom pubertierenden Teenager bis hin zum gestandenen Erwachsenen mit einigen Jahrzehnten Lebenserfahrung gerne noch mal Kind.

In diesem Sinne, euch allen eine besinnliche, friedliche Adventszeit im Kreise eurer Lieben!

GREEN PIPES & FRIENDS – EIN SCHOTTISCHES WOCHENENDE FÜR DAS KINDERHOSPIZ BÄRENSTARK

Heute habe ich durch Zufall von einem Veranstaltungswochenende in unserer Stadt gehört, für das ich hier unbedingt einmal Werbung machen möchte. Denn es steht für hohe Professionalität, internationalem Interesse, hochrangige Besetzung, weit gefächertes Angebot und ist dennoch familienfreundlich, für Jedermann geeignet und noch dazu ehrenamtlich organisiert und der Erlös kommt einem guten Zweck zu gute, dem Kinderhospiz Bärenstark in Darmstadt.

Die Idee entwickelten die Mitglieder der Green Pipes & Drums aus Weiterstadt, die sich der schottischen Musik von Dudelsäcken und Trommeln verschrieben haben. Ganze Familien wirken hier mit, sie haben schon viele Konzerte im Inn-und Auslang gegeben und pflegen gute Kontakte zu ihren englischen Musikfreunden, bis hinein in den Buckingham Palast. Für den September 2015 schreiben sie sich etwas ganz Großes in ihren Terminkalender und lösen damit gleichzeitig ein Versprechen ein, dass sie sich selbst bereits in den Gründertagen gaben. Wenn sie bis dato mit anderen Band zusammenspielten, nahmen sie keine Gage, sondern die Zusage mit nach Hause, sich irgendwann einmal zu einem céilidh (schottisch-gälisch für geselliges Beisammensein) wieder zu sehen. Genau dazu laden sie am letzten Septemberwochenende in den Braunshardter Schlosspark ein. Feierlich eröffnet wird das Highlander-Event am Freitag Abend durch ein Gala-Konzert des Musik Korps der Bundeswehr aus Siegburg. Samstag geht es weiter mit einem Abendkonzert vor dem erleuchteten Schloss und einem Streetmarch durch Braunshardt aller befreundeten Bands. Mehr als 500 Musiker sind am Start. Ein schottischer Gottesdienst läutet den Sonntag ein, für den Spaß sorgen Highlandgames für Jedermann. Während des ganzen Wochenendes verwandelt sich der Schlosspark in einen mittelalterlichen Handwerksmarkt, die Aussteller sind handverlesen, für Kinder unter Schwertmaß ist der Eintritt frei, alle anderen zahlen 5,-Euro. Von vornherein stand fest, dass die Green Pipes mit ihrem Mega-Event eine gemeinnützige Organisation unterstützen wollten. Schnell fand man mit dem Kinderhospiz Bärenstark in Darmstadt etwas geeignetes. Und so geht der Erlös dieser Veranstaltung an eine Einrichtung, die sich mit der Pflege und Betreuung schwerst erkrankter Kinder und Jugendlicher beschäftigt und somit bestimmt an genau die Richtigen. Das extra für diese Veranstaltung kreierte Motto „Gemeinsam sind wir Bärenstark!“ gilt wohl für diese Kinder und ihre Familien, aber auch für die Green Pipes, die sich einer Riesenaufgabe stellen müssen. Hier ist jede Unterstützung willkommen! Unter http://www.greenpipes-weiterstadt.de stellen die Musiker sich vor.

In diesem Sinne … Mìle fàilte! …. tausendfach willkommen … in Braunshardt!