VEGANES MINERALWASSER – ein Wunder der Natur!

Vegetarische oder vegane Ernährung liegt im Trend. Das habe ich ja schon bemerkt. Für alle, die sich auf eben diese Art und Weise ernähren wollen, ist es mit Sicherheit auch hilfreich, wenn die Zusammensetzung der gekauften Lebensmittel so präzise wie möglich angegeben wird. Aber was mich da heute auf der Mineralwasserflasche mit Geschmack angesprungen hat, fand ich schon sehr seltsam! Da steht doch glatt, dass es sich bei diesem Getränk um ein 100% veganes handelt. Entschuldigung … ist da irgendeine Entwicklung in grauer Vorzeit an mir vorbei gegangen? Hätte ich damit rechnen sollen, dass mein ach so gesundes Mineralwasser – ob jetzt mit oder ohne Kohlensäure, mit oder ohne Geschmacksrichtung – Jahrzehnte lang von tierischen Ingredienzien verunreinigt wurde? Wie das? Hat das Rindvieh hinein gestrullert, das Borstentier darauf gespuckt, oder das Federvieh darin gebadet? Oder wurde es gar in Tankzügen transportiert, in denen vorher die Grundstoffe für eine zünftige Blutwurst befördert wurden, aus Lederflaschen oder Holzfässern mit Holzwurmbefall abgefüllt?

Oder ist es schlichterdings ein raffinierter Werbeschachzug der Firma, um auf einen fahrenden Trendzug aufzuspringen?

REISEJOURNAL ILLMITZ – 3. Tag Steppentierpark Pamhagen

Morgens, 6:00 Uhr in Illmitz … neuer Morgen, neue Geräusche … Zum Glück weder Regen noch Weckergebabbel, sondern etwas, dass ich erst dann wahrnehme, wenn ich wirklich im Urlaub angekommen bin: Kirchenglocken! Im katholischen Österreich läutet es nach wie vor um 6:00 Uhr, da gibt es keine Gnade für Langschläfer! Ein Blick aus dem Fenster zeigt auch gleich, dass mit Regen in der nächsten Stunde nicht zu rechnen ist, also schwinge ich mich nach einer Schwung bringenden Tasse Kaffee beherzt auf meinen Drahtesel und sause gen See … so wie es eigentlich schon für gestern geplant war. Auf dem Radweg herrscht reger Verkehr, allerdings nicht auf zwei Rädern, sondern auf zwei oder vier Beinen. Hasen, Graugänse, Fasane, Mäuse queren den Teerstreifen, wahrscheinlich auf der Flucht vor den bereits sehr aktiven Weinbauern, die mit Traktoren unterschiedlichster Art und Alter durch die Rebenfluchten fegen. Nach gut 10 Minuten erreiche ich den Eingang zum Strandbad. Bis dahin bin ich an unzähligen Anglern vorbeigefahren, die in den Schilfkanälen neben dem aufgeschütteten Straßendamm ihr Glück versuchen. Ihre professionellen Kollegen sind mit flachen Booten, die nur gestakt werden, weiter drin im Schilfgürtel oder am Rand zum offenen See unterwegs. Am See ist es menschenleer … graues Wasser, noch grauer Himmel, kaum Wind.

See 3. TAgIn der Ferne kann ich zwei Köpfe erkennen, wie sich herausstellt sind das unsere Nachbarn aus der Pension … ein sehr nettes Tiroler Ehepaar mit zwei Kindern. Ich wage mich noch nicht ins Wasser, aber morgen … bestimmt! Auf dem Rückweg komme ich mir auf einmal vor, als wäre ich in eine Silvesterparty geraten, oder passend zum neu errungen Titel, Feierlichkeiten zur Fußballweltmeisterschaft. Es heult, knallt und zischt um mich rum. Wer das nicht kennt, fällt wahrscheinlich gleich vom Rad, doch eigentlich ist das die Art und Weise, wie die Burgenländer versuchen, die Schwärme von Staren aus ihren Weingärten zu vertreiben. Die allerdings zeigen ihnen, ganz artentreu, schlichterdings nen Vogel, fliegen kurz auf, um dann seelenruhig weiter zu picken.

Da auch nach dem Frühstück das Wetter noch nicht absolut seereif ist, beschließen wir, eine kleine Radtour zu machen. Im vergangenen Jahr bei fast 40 Grad sind wir noch mit dem Auto gefahren, diesmal geht es per bike zum Steppentierpark am Rande von Pamhagen, einst zu Zeiten des Eisernen Vorhanges die einzige Möglichkeit in Seenähe über die Grenze nah Ungarn mit dem Auto zu gelangen … jede Menge Transitverkehr, heute verwaiste Grenzpavillons. Der Tierpark liegt in einem kleinen Wald. Auf dem Weg dorthin (Radweg B27)  wurde man im letzten Jahr noch quer durch die Feriensiedlung Vila Vita geleitet. Eine in sich geschlossene Anlage mit eigenem Badesee, Streichelzoo, Restaurants, Kinderbelustigung, Sportanlagen … usw … nix für uns! Jetzt führt der Radweg zum Glück außen vorbei, so dass uns der Anblick dieses Tourighettos erspart bleibt. Im sogenannten Steppentierpark sind Tiere in weiträumigen Freigehegen zu betrachten, die es in der näheren Umgebung, sprich der Puszta gibt, aber auch solche die als Haustiere gehalten werden, oder wieder angesiedelt wurden, um den einzigartigen Charakter der Natur zu erhalten. Würden die Flächen der Bewahrungszone des Naturschutzgebietes nicht beweidet, wären sie über kurz oder lang verbuscht. Neben Graurindern, Mangalizaschweinen, Wasserbüffeln, weißen Eseln gibt es jede Menge gefiederte Freunde. Mein Favorit seit Jahren ist ein Rudel schwarzer Wölfe. Jedes Jahr bekommen sie Junge, die zu dieser Jahreszeit zu Halbstarken herangewachsen sind und fast ausschließlich aus Pfoten und Ohren bestehen … einfach herzallerliebst! Viel der Tiere darf man füttern, doch da ich meinen Geldbeutel in der Ferienwohnung vergessen habe, reicht es nach dem Durchsuchen sämtlicher Hosentaschen gerade für den Eintritt und zwei Tüten Maiskörner … sehr zum Verdruss meiner beiden Kinder!

schwarzer WolfDa auf dem Rückweg der Himmel zunehmend aufreißt, steht einem Besuch des Seebades nach Ankunft in Illmitz nichts mehr im Wege. Doch vorher tut eine kleine Siesta not … kurz Füße hochlegen, Kaffee genießen, dann gemütlich zum Strand radeln. Der Wind hat zugenommen und so liegt der See in sanften Wellen vor uns. Durch die vielen Regenfälle der letzten Tage quatscht die Wiese schon beim darüber Laufen und so lassen wir uns auf der betonierten Ufermauer nieder. 25 Grad Wassertemperatur sagt die Tafel zwischen den Umkleidekabinen und diesmal fühlt es sich tatsächlich so an. Nichts hält mich mehr auf meinem Handtuch, Badeschuhe an, denn der Wassereinsteig ist mit großen Kieselsteinen kein Spaß für nackte Füße und ab in die Fluten. JETZT!!! bin ich im Urlaub angekommen. Die Seewassertaufe treibt das Erholungslevel nach oben! Nach der vielen Radelei und der Schwimmrunde um die Bojen haben wir uns unser Abendbrot redlich verdient. Ja, wo wohl, natürlich im Zentral. Hier sind wir auch schon angekommen, denn Emmerich, der freundliche ungarische Kellner hat unseren Stammplatz reserviert … er weiß eben was seine Lieblingsgäste zur echten Erholung brauchen!

 

 

 

 

 

 

REISEJOURNAL ILLMITZ – 2. Tag Vom See und seinen Lacken

Redet da schon wieder Jemand auf mich ein? Viel zu früh am Morgen? Nein, es ist keine Stimme. Das gleichmäßige Trommeln der Regentropfen auf die Balkonüberdachung reißt mich aus den Träumen. Hm, so habe ich mir meinen SOMMERurlaub eigentlich nicht vorgestellt. Wo sind die 40 Grad vom letzten Jahr!? Na gut, dann wird der Plan, jeden Tag vor dem Frühstück einmal zum See und zurück zu radeln eben erst mal auf morgen verschoben. Unausgeschlafen, aber zu wach zum Liegenbleiben, schwinge ich mich aus dem Bett und es gelingt mir, die Kaffeemaschine diesmal fehlerfrei zu bedienen. Bewaffnet mit einem starken Koffeinspender, Tabak und dem festen Willen, sich von nichts entmutigen zu lassen, nehme ich auf dem Balkon platz und genieße erst mal die Aussicht … nichts als Weite, ähnlich der amerikanischen Prärie, jedoch viel grüner, liegt vor mir. Der am gegenüberliegenden Ufer befindliche Höhenzug des Leithagebirges beginnt allmählich, sich gegen die aufziehende Dämmerung abzuzeichnen. Die Geräuschkulisse verändert sich, das Regengetrommel hört auf, dafür beginnen Unmengen von Staren mit ihrer morgendlichen Unterhaltung. Die Natur erwacht, Familie Hase legt einen kurzen Sprint um ihr Heimatgebüsch ein und zwei Rehe treten unter den Bäumen hervor und beginnen zu äsen. Die Idylle tut gut, Körper und Seele beginnen zu entspannen. Beim Frühstück beratschlagen wir, was heute gemacht werden könnte. Kinder und Mann sollen sich auf den Weg machen, einen Kutschfahrt für Donnerstag zu organisieren, Mama füllt den Kühlschrank im nahe gelegenen Zielpunkt (Plusmarkt). Wieder vereint, beschließen wir, trotz starker Bewölkung zum See zu radeln. Ein Blick muss sein, vielleicht reicht es ja zum Baden, denn kalt ist es nicht. Der See und das Strandbad liegen fast völlig verwaist da. IMGP8541Als die blauen Löcher im Himmel größer werden, wagen sich einige Touristen an den Strand, vereinzelt ins Wasser. Angeblich hat es 24 Grad, doch nach der Probe mit dem dicken Zeh bezweifel ich, dass der See das auch weiß. Dennoch wagen sich meine Tochter Sarah und mein Mann in die grauen Fluten.

Der Neusiedler See ist ein Steppensee, das heißt, er ist flach, an der tiefsten Stelle nur 1,80 m tief. Er erstreckt sich sowohl auf österreichischem Staatsgebiet (etwa 4/5) als auch auf ungarischem (1/5). Ein Schilfgürtel umgibt den See, in Ungarn nimmt er beinahe die komplette Wasseroberfläche ein. Hervorgerufen durch den fast ständig vorhanden Wind, ist der Schilfgürtel am Ostufer deutlich schmaler, in Podersdorf sogar überhaupt nicht vorhanden. Die einzigartige Fauna und Flora, die nicht zuletzt durch den Schilfgürtel bedingt ist, hat dazu geführt, dass in beiden Ländern Nationalparks eingerichtet wurden und das Gebiet zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde.

Nachdem wir uns überzeugt haben, dass der See noch da ist, wo er hingehört, machen wir uns auf den Rückweg. Ein kleiner Umweg über die Zicklacke wird eingebaut. Lacken gibt es rund um den See. Sie variieren in ihrer Größe erheblich, sind sehr flach und ihr Wasser ist wesentlich salzhaltiger als das des Sees. In heißen Jahren trocknen manche komplett aus. Für Zugvögel stellen sie einen bedeutenden Brut-und Rastplatz dar.

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Wir beschließen, dass es genug der Aktivitäten für den ersten Tag sind, machen Pläne für morgen …. Steppentierpark in Pamhagen … lassen uns ein leckeres Essen schmecken und völlig entspannt klingt der Tag auf dem Balkon aus. Mit der aufziehenden Dämmerung kommen die Möwen vom See her eingeflogen, lassen sich am nahe gelegenen Kirchsee (eigentlich auch eine Lacke) nieder und schreien sich für eine Weile die Seele aus dem Schnabel, bevor es weiter geht. Jetzt, wo es  richtig dunkel ist, sind nur noch die Abertausende von Grillen zu hören … und das Summen der Mücken in Ohrnähe … und das Gluckern, wenn ich den Rotwein aus der Flasche in mein Glas fülle …

http://www.neusiedlersee.com/de/

 

REISEJOURNAL ILLMITZ – 1. Tag Anfahrt

Nachts, 1:30 Uhr in Deutschland ….

Wer um Himmels willen redet um diese unchristliche Uhrzeit da auf mich ein? Ach ja, der Radiowecker! Es wird Zeit, in den Sommerurlaub aufzubrechen. Ziel: Illmitz am Neusiedler See im Burgenland, Österreich.

Kreislauf, Verstand und Bewegungsabläufe sind noch im Standbymodus, erst mal die Senseo anwerfen und Koffein zuführen. Irgendwie nehme ich aus dem Bad wahr, dass die Geräusche der Kaffeemaschine nicht dem Standard entsprechen, doch erst auf dem Weg zum Balkon registriere ich, dass sich in meiner Tasse nur heißes Wasser befindet anstatt schwarzem, wohl duftenden, die Geister weckenden Kaffees. Ok. return to start, sprich Küche, neuer Versuch, diesmal mit KAFFEEPAD!!! Nach den ersten Schlucken lichtet sich der Müdigkeitsschleier. Ich wecke den Rest der Sippe, beginne die letzten Dinge ins gut gefüllte Auto zu packen. Abfahrt! Ach ja, die Kinder vom Sofa pflücken und einpacken wäre nicht uncharmant. Ausnahmsweise regnet es mal nicht und wir starten die gut 850 km lange Reise. Schnell sind meine drei Mitfahrer wieder im Reich der Träume und ich bleibe alleine, mit dem Autoradio und jeder Menge Vorfreude auf meine zweite Heimat. So fressen wir Kilometer um Kilometer, eher genüsslich, denn 75 PS belastet mit vier Personen, samt Gepäck und Rädern fordern ihren Tribut. Ein dem Preis nach (fast 50 Euro) fürstliches Frühstück stärkt uns gegen 9:00 Uhr für den Rest der Fahrt. Als wir uns Wien, der Österreichischen Bundeshauptstadt, nähern, scheint man dort von unserem Kommen nicht sehr begeistert. Schwarze Unwetterwolken, Blitze aus allen Himmelsrichtungen, sintflutartige Regenfälle, Aquaplaning … Scheibenwischer in Hochform. Egal, die letzten 50 km gehen auch vorbei. Wir erwarten alle sehnsüchtig die erste Erwähnung des Sees auf einem der Schilder. Endlich! Weltmeistergleicher Jubel bricht im Auto aus. Inzwischen gibt es eine durchgängige Autobahnverbindung, früher war die Strecke mehrfach von Landstraßenpassagen unterbrochen. Die letzte begann in Bruck an der Leitha. Hier wollten die Burgernländer einst ein Schild aufstellen mit der Aufschrift: Für Wiener gesperrt. Die manchmal sehr arroganten Hauptstädter mit dem berühmten Wiener Schmäh waren und sind im Rest der Republik nicht immer beliebt. Heute geht die Autobahn durch, wir nehmen die Abfahrt Weiden/Gols. Durch das aufgekurbelte Fenster dringt der typische Seegeruch zu uns, leicht modrig, etwas schwefelig. Unruhe macht sich breit, erneuter Jubel als wir aus der Ferne den See kurz am Horizont aufblitzen sehen. Gegen 14:00 Uhr verstummt der Motor für diesen Tag, es ist vollbracht. Erst kommt die Pflicht, Anmelden, Auspacken, Wegräumen, dann die Kür, Balkon bevölkern, Blick schweifen und Seele baumeln lassen, Runterfahren … URLAUB STARTEN!!!!

Am späten Nachmittag meldet sich ein vierstimmiger Grummelchor aus Richtung unserer Mägen. Das motiviert, sich noch einmal in Bewegung zu setzen, gen Lieblingslokal, dem Gasthaus Zentral, mit dem angeschlossenen Arkadenhof, im Herzen von Illmitz.

http://www.arkadenhof-illmitz.bnet.at/

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Schon seit Wochen überlegen wir, welches Gericht wir am ersten Abend wählen werden. Die Speisekarte macht die Auswahl schwer, panonische Küche, Spezialitäten aus der Region, gute Weine … Der Gastgarten lädt zum Verweilen ein, wetterunabhängig, denn Weinranken schützen vor Sonne oder Regen.

Jpeg Jpeg

Nach Himbeerkracherl, Almdudler, Traubensaftschorle, Kinderwienerschnitzel, Pusztasaftbraten, Salat, Hausbecher und doppeltem Mokka sind wir gerne bereit, uns von den Gelsen (Stechmücken) noch eine halbe Stunde auf dem Balkon pieksen zu lassen, um dann den versäumten Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.

Himbeerkracherl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAUSFRAU – EMANZE – FEMINISTIN

Vor ein paar Tagen fragte mich eine befreundete Mutter: Sag mal, du wirkst so emanzipiert … bist du eine Feministin? Ich glaube, mein Blick war ziemlich verdutzt, denn SO bin ich mir nie vorgekommen. Meiner Bitte, mir doch einmal diese Begriffe zu erklären, so wie sie sie mit Sinn füllen würde, kam sie nur zögerlich nach. Zusammengefasst klang es in etwa so: Du machst ja alles selber, hast so viel Power, bist überall präsent, wirkst gar nicht wie eine Hausfrau. Darüber erschrak ich noch mehr, als über die Frage an sich. Nur weil mich ein Hausfrauendasein vielleicht nicht komplett ausfüllt, bin ich doch nicht gleich eine Schwert schwingende Emanze oder Männer mordende Feministin … denn genau mit diesem Unterton wurden diese Worte von ihr förmlich ausgespuckt. Ist es denn schlimm, wenn ich nach Öl, Wasser und Luftdruck beim Auto schauen kann. Oder es Klasse finde, wenn meine Tochter sich beim Girlsday tatsächlich in einem fast ausschließlich Männer besetzten Berufsfeld umschaut? Ich bin ein absoluter Gegner der Quotenfrau, soll doch der die Position bekommen, der es am besten kann. Das Müttern dafür durch erweiterte Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, erscheint mir als Notwendigkeit und längst im Zuge unserer gesellschaftlichen Entwicklung überfällig. Ein anonymes Bewerbungsverfahren, wie anderlands schon Gang und Gebe, würde die Sache sicherlich vereinfachen.  Für gleichwertige Bezahlung ein und desselben Jobs, Wahlrecht für Frauen, Gleichstellung der Frau in jeder Gesellschaftsform, ging ich auch auf die Straße. Wenn das emanzipiert, feministisch ist, ok, dann bin ich es auch. Aber genau so genieße ich es, wenn ein Mann mich á la old school behandelt. Soll heißen, mir die Tür aufhält, mir in die Jacke hilft oder die schweren Getränkekisten aus dem Auto ins Haus trägt. Außerdem bin ich bis heute ein absoluter Gegner dieses IN-Endungswahns. Als ich es Ende der 80er Jahre das erste mal auf meinem Studentenausweis sah, habe ich es gleich mit Edding durchgestrichen. Bin ich deshalb ein biederes Hausmütterchen? Wenn ja, auch gut.

Fazit müsste dann wohl lauten, Kathrin ist eine emanzipierte Hausfrauenfeministin.

Gedanken einer Ü40 – Jährigen