Archiv der Kategorie: AUSFLUGSTIPP

Idar-Oberstein, deutsche Edelsteinmetropole

In wenigen Wochen stehen wieder die Herbstferien vor der Tür, deshalb hier eine neuer Ausflugstipp für Groß und Klein, bei gutem oder auch schlechtem Wetter:

Idar-Oberstein liegt im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und ist weit über Deutschlands Grenzen und seit Jahrhunderten nicht nur für die Schürfung sondern auch für die Weiterverarbeitung von Edelsteinen bekannt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Idar-Oberstein zu einer der vier wichtigsten Schmuckmetropolen Deutschlands. Das natürliche Vorkommen von Achaten, Jaspis und anderen Edelsteinen ermöglichte die Kombination aus Abbau und Weiterverarbeitung. Neben Edelstein – und Mineralienmuseum und einer historischen Weiherschleife gibt es hier die einzige Edelsteinmine in Deutschland, die man besichtigen kann. Anschaulich werden hier Details über das unglaublich anstrengende und ungesunde und doch – da nahezu einzige Erwerbsquelle – sehr begehrte Beruf des Edelsteinschürfers-und schleifers weitergegeben, der sich Anfang des 16. Jahrhunderts hier etablierte.

Über mehrere hundert Meter führen verschachtelte Gänge durch den Berg, gut abgesichert und beleuchtet. Man kann die Stollen nur mit einer Führung betreten, diese findet alle 30 min statt und ist auch für Kinder sehr interessant.

Auch die historische Weiherschleife kann besichtigt werden und bietet jungen Schürfern sogar die Möglichkeit, selbst nach den wertvollen Steinen zu suchen. Auch hier gibt es halbstündlich Führungen. Die Weiherschleife liegt in einem sehr schönen kleinen Park mit großen Spielplatz und Einkehrmöglichkeit. Bei Bedarf können Familien sich aufteilen, die Kleinen bleiben mit Mama auf dem Spielplatz oder fahren Tretboot auf dem Schleifweiher, während die großen mit Papa auf Edelsteinexpedition gehen – oder natürlich auch andersherum!

Wer nicht gar so viel Edelstein verträgt, sondern lieber noch ein bisschen Geschichte mit nach Hause nehmen möchte, kann sich neben der historischen Altstadt noch die Felsenkirche, Schloss Oberstein und die Ruine der Burg Bosselstein ansehen. Doch Vorsicht, hier muss ordentlich geklettert werden, das heißt ein bisschen Ausdauer sollte vorhanden sein und festes Schuhwerk ist zu empfehlen. Die Wege sind zwar durchweg gut befestigt, doch der Eingangstunnel zur Felsenkirche ist immer recht feucht und glitschig.

KINDER & JUGEND TIERSCHUTZ-AKADEMIE SÜDHESSEN

Viele Menschen denken bei Tierschutz vielleicht an Organisationen wie NABU oder BUND, die in der Presse beworben werden und Spenden sammeln. Sicherlich sehr gut, doch aktiv gelebter Tierschutz beginnt viel früher … so zu sagen von Kindesbeinen an. Denn gelebter Tierschutz bedeutet nicht nur, sich z. B. dafür einzusetzen, dass keine Wildtiere mehr im Zirkus auftreten dürfen, zu wissen, dass exotische Tiere dem Artenschutz und eventuell einem Einfuhrverbot unterliegen oder dem eigenen Haustier ein artgerechtes Zuhause zu geben. tierdankfest_14Nein,  AKTIV  gelebter Tierschutz beginnt bereits damit, sich zu überlegen woher die tierischen Lebensmittel kommen, die täglich auf unserem Esstisch landen, also bewusst einzukaufen. Denn auch Nutztiere haben Anspruch auf eine artgerechte Haltung. Neben den Möglichkeiten, sich daheim für den bewussten Umgang mit tierischen Lebensmitteln zu entscheiden ist es genauso bedeutend, sich respektvoll in der Natur zu bewegen und sie nach bestem Wissen und Gewissen zu schonen. Heimische  Wildtiere sind durch oftmals nicht zu vermeidende Einflüsse schon gefährdet genug, trampeln wir dann noch plump durch ihren immer kleiner werdenden Lebensraum, setzen wir sie unnötiger Weise noch mehr Stress aus, trennen vielleicht sogar Mutter und Jungtier. Mit diesen Themen und vielen weiteren beschäftigt sich die neu gegründete  Kinder & Jugend Tierschutz-Akaimkademie Südhessen, die ab sofort ihre Pforten in Weiterstadt auf der Keller Ranch geöffnet hat. Denn Tierschutz bewegt … schon von Kindesbeinen an! Unter dem Motto gründete Imke Kalbfleisch – Hessens erste Tierschutzlehrerin des Deutschen Tierschutzbundes e.V. – die Akademie, die neben dem Gnadenhof und dem Tierheim dem Tierhilfeverein Kellerranch e. V. angeschlossen ist. Seit 2012 ist Imke Kalbfleisch ehrenamtlich auf der Keller Ranch aktiv. Zurzeit leitet sie die Jugendgruppe Ranch Kids, mit denen sie schon vieles bewegt und erreicht hat. Ihre Erfahrung mit den Kindern setzt Imke nun mit der neu gegründeten Kinder-und Jugend Akademie um. Sie möchte die Kinder sensibilisieren, denn Tierschutz geht jeden etwas an und begleitet unsere Gesellschaft  mittlerweile fast täglich. Doch wo kann man sich über all diese Dinge informieren? Wo kann man lernen zu erkennen, wenn ein Tier nicht tiergerecht gehalten wird? Dies und noch viel mehr wird von der Kinder & Jugend Tierschutz-Akademie Südhessen in kindgerechten Workshops angeboten. Mit einem breit gefächerten Angebot von Tierschutz allgemein bis hin zu speziellen Themen möchte Imke Kalbfleisch den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, hinter die Kulissen zu schauen und das Bewusstsein für das Thema Tierschutz wecken und/oder vertiefen.TIERDANK 15Imke Kalbfleisch macht Schule – in den Räumen der Jugendgruppe Ranch Kids auf dem Gnadenhof Kellerranch in Weiterstadt, auf Nachfrage auch in anderen Vereinen oder an Schulen.

Für Tierschutz-interessierte Kinder und Jugendliche, Jugendgruppen, Betreuer/innen, Lehrer/innen sowie (Tierschutz)Vereine und Institutionen konzipiert sie auch gerne individuell auf die entsprechende Altersgruppe abgestimmte Workshops zu allen Themen rund um den Tierschutz.

Es wird auch nicht lange gezögert, die ersten Workshops sind bereits ausgeschrieben und richten sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Sie können direkt über die Homepage der Akademie gebucht werden.

15.04.2016 – Ich wünsche mir ein Haustier

13.05.2016 – Was ist eigentlich Tierschutz?

24.06.2016 – Die Milch macht’s?

08.07.2016 – Kein Ei mit „3“!

Mehr Infos gibt es auf der Homepage www.kinder-jugend-akademie.com oder nehmen Sie gerne direkt Kontakt auf mit Imke Kalbfleisch: Telefon 0176-72459878 und Email kinderakademie@kellers-ranch.de . Ein Blick auf die Seite des Tierhilfevereins Keller Ranch e. V. lohnt sich auch immer: Keller Ranch

MILTENBERG – ÜBER DEN ODENWALD GEHÜPFT, AM MAIN GELANDET

Ein bisschen Kultur sollte frau ja den lieben Kleinen auch in den Sommerferien bieten. Der Hitze schuldig trieb es uns also über den Odenwald bis an den Main nach Miltenberg. Hier konnten wir frische Luft, Wassernähe, ein bisschen Bummeln und den Touch von kulturellem Hintergrund vereinen. Nach knapp 70 Kilometern und eine Stunde später erreichten wir unser Ziel. Die Begrüßung war wenig schmeichelhaft, denn die Hauptstraße in die Stadt hinein war komplett gesperrt, natürlich ohne ausgeschilderte Umleitung. So suchten wir unweit des Sachsendenkmals – eine Erinnerung an 62 Soldaten, die vor einigen Jahrhunderten  beim Übersetzten mit einer Fähre ertranken, als diese kenterte und mit Mann und Maus unterging – ein schattiges Plätzchen zum Parken und machten uns zu Fuß auf die letzten paar Hundert Meter.

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Zum Glück zieht sich die sehr charmante Altstadt parallel zum Fluss etwas oberhalb der gesperrten Hauptstraße entlang. Schöne Ecken wohin das Auge schweift.

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Ich bin bis dato immer davon ausgegangen, dass das Frankenland eine Weingegend ist, auf den ersten Metern wurde der Eindruck auch bestätigt.

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Doch schon die früheren Hochwohlgeborenen hatten erkannt, dass es neben Wein auch „anderes Gesöff“ gäbe und so wunderte es nicht weiter, dass wir ein Brauhaus nach dem anderen passierten.

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Inzwischen selbst recht durstig geworden, erreichten wir genau zur rechten Zeit den sehr schön anzusehenden Marktplatz, weitläufig und doch gemütlich, mit ausreichend Gelegenheiten, Durst und Hunger zu stillen. Hier und in der gesamten Fußgängerzone reiht sich ein denkmalgeschützes Haus neben das Andere. Fachwerkhäuser mit Hingabe zum Detail, aber auch prunkvolle Steinbauten, in denen zu frühern Zeiten meist Ämter, Regierende oder militärische Einrichtungen untergebracht waren.

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Die kleine grüne Oase in der Mitte des Platzes bot genau die richtigen Voraussetzungen, um sich für eine Schifffahrt auf dem Main zu stärken und vorzubereiten.

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Weiter durch die Fußgängerzone mit den hübschen Fachwerkhäusern fanden wir den Weg zum Rathaus. Von dort den Hang hinauf geblickt, sahen wir die letzten Ausläufer der Altstadt, bevor wir uns bergab dem Mainufer zuwanden.

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Hier wurden wir begrüßt von einem mächtigen Brückentor, das über einer rote Sandsteinbrücke thronte.

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Die Stunde Zeit, die wir hatten, bis das nächste Schiff zur Rundfahrt aufbrach, verbrachten wir am Mainkai im Schatten, umgeben von jeder Menge Enten, Gänsen und Schwänen, letztere fauchten vorbeischlendernde Hunde mit großem Vergnügen an, waren aber ansonsten allesamt eher auf einen Leckerbissen scharf, denn auf Ärger aus.

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Wer sich nicht an dem schönen Anblick, der Ruhe und dem Beobachten der Schifffahrt erfreuen möchte, kann in unmittelbarer Nähe der Anlegestation auch eine Runde Minigolf spielen.

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In unserem Rücken erhob sich das imposante Hauptgebäude des ehemaligen Bahnhofs.

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Die Rundfahrt dauerte etwa eine Stunde. Es müssen mindestens acht Teilnehmer zusammen kommen. Die Preise sind erschwinglich, Kinder 6,00 Euro, Erwachsene 9,50 Euro. Der Kapitän erzählt einiges über die Stadt und das Umland, wobei ich mehr Gefallen an seinem ungarischen Akzent hatte, als an den Informationen.

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Zuerst ging es Richtung Kleinheubach bis zur Mainschleuse. Kurz bevor die Kinder die Köpfe einzogen, weil sie Angst hatten, wir passten nicht unter der Brücke durch, wendete das Schiff.

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Wir passierten also zwei Mal die „Ufermeile“ Miltenbergs, mit schöner Sicht auf den ältesten Teil der Stadt, wo die Häuser teilweise noch auf den Resten der Stadtmauer erbaut sind. Etwas getrübt durch reichlich Bagger, Laster und Kräne. Dann ging es weiter Richtung Bürgstadt.

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In den seichten, teilweise von kleinen Dämmen umgebenen Randzonen des Mains wurde überall gebadet, Picknickdecken bildeten bunte Punkte auf den grünen Wiesen, kleiner Boote aus dem benachbarten Jachthafen zogen mehr oder weniger schnell am Ufer entlang.

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Linker Hand die Hügel des Spessarts, rechter Hand die Ausläufer des Odenwaldes. Der Main bildet hier die natürliche Grenze zwischen den beiden Hügelketten, so wie er früher die Grenze zwischen dem Römischen Reich und Germanien kennzeichnete. Und endlich kam ich auch in den Genuss vereinzelter Weinberge.

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Auf den letzten hundert Metern bis zur Anlegestelle hatten wir noch einmal einen grandiosen Blick auf Miltenberg, den Hang hoch erkannten wir die Burg Miltenberg, die imposanten Herrenhäuser und Gotteshäuser. Durch die Hitze doch recht geschafft, machten wir uns auf kürzestem Weg zum Auto zurück, auch wenn das hieß, durch den Staub und Teergestank der Baustelle zu gehen. Auf dem Rückweg hätten wir noch einen Abstecher nach Bad König oder der Burg Breuberg machen können, aber weder der schöne Kurpark, noch die Aussicht auf einen kleinen Anstieg bis zur Burg stießen bei den Kindern auf Gegenliebe. …. Irgendwie verständlich. Also ging es durch den Odenwald zurück nach Darmstadt, wo der über der Dieburger Straße thronende und sehr schattige Darmstädter Biergarten mir die Möglichkeit gab, an diesem Abend nicht mehr kochen zu müssen … PROST UND GUTEN HUNGER!

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DARMBACH … KANN SO IDYLLISCH SEIN

Ferienzeit ist Ausflugszeit. Es muss ja nicht immer gleich die große weite Welt sein, wenn es vor der Haustür so schöne Ecken gibt. Wie zum Beispiel das Gebiet rund um die Darmbachquelle im Darmstädter Ostwald. Die dort ummauerte Quelle ist zwar nicht der tatsächliche Ursprung des knapp 57 Kilometer langen Gewässers, der liegt knapp einen Kilometer entfernt, dennoch mutet der tief im Wald vergrabenen Ort idyllisch und ein wenig geheimnisvoll an. Mit dem Auto kommt man zum Glück nicht hin, zu Fuß ist es ein ordentliches Stück, deshalb haben wir das Fahrrad gewählt. Zwar mussten wir, aus Weiterstadt kommend, quer durch die Darmstädter Innenstadt, so dass mitfahrende Kinder wirklich sehr verkehrssicher sein sollten. Wie es Quellen so an sich haben, muss man auch in diesem Fall zum Ziel ein wenig bergauf strampeln, doch bietet der Weg dorthin genug Anreize und Rastpunkte, um keinen Stress aufkommen zu lassen. Da liegt zum Beispiel der Große Woog, durch den der Darmbach auch fließt, mit seinem einladenden Woogs Café direkt am Ufer an der Strecke, daneben gleich ein Grünstreifen mit ausreichend Spielmöglichkeiten für die kleinen Radler. Weiter geht es Richtung Vivarium. Wer jetzt keine Lust mehr hat, bleibt halt einfach dort und tummelt sich zwischen den exotischen Tieren, die sich über jeden Besucher freuen. Sollte man zu Fuß zur Quelle wollen, wäre der Parkplatz am Vivarium auch eine gute Ausgangsstation. Den Kassenbereich des Darmstädter Zoos lässt man ansonsten links liegen, nimmt den ersten Eindruck des renaturierten Darmbaches auf der rechten Seite schon mal mit, passiert eine Eisenbahnbrücke und landet im Wald.

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Der Weg ist gut befahr – und begehbar, auch mit Kinderwagen. Die hölzernen Wegweiser zieren viele Kreuzungen, auch wenn die Darmbachquelle oft nicht ausgeschildert ist, so kann man sich an der Fischerhütte orientieren. Rechts vom Weg schlängelt sich jetzt in vielen Windungen das kleine Gewässer durch sein Bett. Nach ein paar hundert Metern kommt eine Art Aussichtspunkt, ein Stück verbreiteter Waldweg, umgeben von einem Geländer, mit Bank zum Rasten und zu meiner ganz besonderen Freude mit einer Tafel, auf der der Text von „Der Mond ist aufgegangen“ zu lesen ist. Kindheitserinnerungen der besonders gefühlvollen, intensiven Art.

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Hier ist das Bachbett etwas verbreitert und man kann es gut erreichen. Deutlich sind die Spuren der Kinder zu sehen, die sich als Biber betätigt haben und mit kleineren oder größeren Ästen Staudämme errichtet haben.

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Hier wird es dann schon etwas schwieriger, die lieben Kleinen zum Weiterfahren zu animieren. Vielleicht kann ja das Versprechen, bald eine kühle Limo und was Leckeres zu Futtern sie noch mal anspornen. Denn in der Fischerhütte, einem beliebten und bekannten Ausflugslokal wird mit Sicherheit jeder fündig. Das Ambiente des Gastraumes und der nach hinten gelegenen Terrasse ist sehr ansprechend. Die Freiluftplätze nach vorne sind etwas uncharmanter gestaltet, aber das frisch gezapfte Grohe schmeckt auch dort. Der Spielbereich für die Kleinen ist durchaus ausbaufähig, hier gibt es nur einen kleinen morschen Sandkasten mit ein paar Plastikspielsachen.

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An der Fischerhütte beginnen die typischen, durch den Darmbach angestauten Fischteiche. Sie reihen sich wie Perlen auf einer Kette aneinander, umgeben von Schilf.

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Frisch gestärkt lässt sich der Rest des Weges bestimmt ohne Probleme bewältigen. Noch ein paar Hundert Meter und dann geht rechts ein kleiner Trampelpfad hinunter zur ummauerten Quelle.

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Das Wasser ist klar und kalt, es schmeckt nicht nur hechelnden Vierbeinern sondern auch durstigen Wanderern. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf den Oberjägermeisterteich.

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Krabbelt man auf der anderen Seite den Abhang etwas hinauf, so erreicht, nach links gewendet, die flachere Uferregion des Teiches, die sich sehr gut zum Picknicken eignet. Der Rückweg geht dann fast von alleine … wobei man ja im „Notfall“ die Rastpunkte des Hinwegs ansteuern könnte …

Der Darmbach wird übrigens, sobald er den Großen Woog durchquert hat, in die Darmstädter Kanalisation eingeleitet und gelangt auf diesem Weg in die Kläranlage. Als gereinigtes Imitat seines Ursprungs verlässt er diese wieder und fließt so geläutert nur ein paar Meter hinter meinem Gartenzaun entlang. Nicht immer ganz duftfrei, wie man sich vorstellen kann – deshalb der wenig charmante Beiname Stinkbach-

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Von der Kuralpe über die Hutzelstraße nach Steigerts

Zwar lud das Wetter heute nicht für längere Ausflüge ein, doch ein bisschen frische Luft schadet nie! Deshalb machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zur Kuralpe, einem Pass der zur Gemeinde Lautertal gehört und kurz oberhalb von Staffel liegt. Das gleichnamige Restaurant Kuralpe-Kreuzhof ist ein bekanntes Ausflugslokal und Ausgangspunkt vieler Wanderungen. http://www.kuralpe.de/index.php?id=4JpegWir wählten den etwa drei Kilometer langen Weg Richtung Steigerts, umgeben von grauen, regenschwangeren Wolken wohl die beste Lösung. JpegEin geteerter, wenn auch nicht völlig schlaglochloser  Weg führt durch den wunderbaren vorderen Odenwald, gut geeignet auch für Kinderwagen, Laufräder oder Mitmenschen, die weniger gut zu Fuß sind. Das Sträßchen trägt den Namen Hutzelstraße und ist Teil des Europawanderweges E1. JpegNeben der sehr abwechslungsreichen Landschaft – der Blick kann wahlweise über weite Täler bis hin zum Taunus und der Skyline Frankfurts schweifen oder sich an saftigen Wildblumenwiesen bzw Weiden erfreuen – haben hier auch die kleinen Wanderer sehr viel zu bestaunen. Jede Menge Island Pferde vom nahe gelegenen Pferdehof in Staffels oder Mutterkuhherden laden zum Betrachten ein und sorgen für die nötige Abwechslung. JpegJpegJpegAn der einzigen auf dem Weg befindlichen Kreuzung hält man sich links, auf dem Teerweg bleibend. Hier ist die gute Hälfte schon geschafft und auch das Ziel, die Gaststätte Zum Talblick in Steigerts bereits angekündigt. JpegMan durchquert die kleine Gemeinde Steigerts und wenn die Hauptstraße einen Knick nach links macht, liegt linker Hand das gut frequentierte Lokal Zum Talblick. JpegVon mittwochs bis sonntags ist hier geöffnet, von 11:00 bis 24:00 Uhr mit durchgängig warmer Küche. Die Speisekarte bietet viele typische Odenwälder Spezialitäten, aber auch andere warme und kalte Köstlichkeiten, oft der Saison angepasst. Die Preise sind absolut moderat, die Portionen sättigend. Und niemand hat etwas dagegen, wenn man zur besten Mittagszeit nur Kaffee und Kuchen bestellt. Eine sehr umfassende Weinkarte und große Auswahl an hochprozentigen Bränden rundet die kulinarische Wanderjausen ab. Der braun-blau dekorierte Gastraum ist etwas gewöhnungsbedürftig, dafür hat man vom großen Gastgarten einen herrlichen Blick, allen voran auf die drei Windräder auf der Neutscher Höhe, den ersten im gesamtem Kreisgebiet. JpegJpeghttp://www.zum-talblick.de/  Besonders beliebt ist das Lokal auch bei Bikern, die ein wenig Ruhe während einer Odenwaldtour genießen wollen. Um es kurz zu machen, ein kleiner Ausflug, geeignet für die gesamte Familie und auch mal einzuplanen, wenn entweder das Wetter nicht so richtig mitspielt oder die Zeit begrenzt ist.

OBERWALDHAUS UND STEINBRÜCKER TEICH

Verlässt man Darmstadt in östlicher Richtung, auf der Nebenstrecke nach Dieburg, so erreicht man nach ein paar Minuten ein wunderschön gelegenes Naherholungsgebiet. Mitten im Wald liegt der sogenannte Steinbrücker Teich, daneben das Ausflugslokal Oberwaldhaus. JpegJpegStadtauswärts auf der rechten Seite der Dieburger Straße, gleich hinter der Endhaltestelle der Buslinie F, gibt es Parkmöglichkeiten und den ersten Blick auf den auf einer Seite vom Wald umgebenen Teich mit der kleinen Insel darin. Auf der anderen Seite schweift der Blick erst mal über sattes Wiesengrün, ein paar Schatten spendende Bäume und reichlich Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Wer es lieber aktiver mag, kann zum Minigolfschläger greifen und sich auf einer weitläufigen Anlage üben. JpegFür die Beschäftigung der Kleinen steht ein sehr gut ausgestatteter Spielplatz zur Verfügung, so dass alle Altersgruppen nach Herzenslust klettern, schaukeln, wippen oder buddeln können. Sehr ansprechend ist der Wasserspielplatz mit kleiner Mühle, Wechselsachen sind dringend zu empfehlen.JpegAber auch die „Großen“ können sich sportlich betätigen, denn so eine Ruderbootspartie auf dem Teich für die ganze Familie ist mit Sicherheit nichts Alltägliches. Wer lieber was für die Beine tun möchte, nimmt halt ein Tretboot.JpegAn schönen Tagen gibt es für Kinder von drei bis sieben Jahren ein besonderes Highlight, denn dann kommen vom Ponyhof Oberwaldhaus ein paar der kleinen Vierbeiner herüber und können – von Erwachsenen geführt – von den Kindern eine etwa 20 Minuten dauernde Runde durch den Wald geritten werden.  (Link zum Ponyhof: http://www.redworks.info/POR/?page_id=60 ) Erfreulicher Weise gibt es  in Lokalnähe, also nur ein paar Hundert Meter vom Spielplatz entfernt, eine Toilettenanlage, so dass dem Vergnügen auch in dieser Hinsicht keine unlösbaren Probleme im Wege stehen.