SEXUELLE ÜBERGRIFFE … NIEMAND !!! BITTET DARUM

Heute habe ich … wahrscheinlich zum wiederholten Male … auf einer anderen socialmedia platform eine Beitrag, einen Spruch gelesen, der mir erst die Tränen in die Augen trieb und dann eine geballte Ladung Wut aus den Ohren schießen ließ. Warum es mir diesmal so nahe ging, kann ich nicht sagen, aber DAS muss ich jetzt einfach mal los werden:

i-do-not-ask-for-it

Wer den Text unter diesem Bild liest, wird vielleicht verstehen, was mich so auf die Palme bringt. Grob ins Deutsche übersetzt, prangert man hier die Tatsache an, dass Vergewaltigungsopfer den unbeschreiblichen Missbrauch an ihnen herausgefordert haben.UNFASSBAR! Sollen sie sich jetzt vielleicht auch noch bei ihren Peinigern dafür entschuldigen, dass sie sie zu einer Straftat verleitet haben? Auf so eine Idee kann eigentlich nur kommen, wem Ähnliches noch nie passiert ist.

Oder ist hier wirklich irgendjemand der Meinung, dass ein Kind darum bittet, missbraucht zu werden, wenn es eventuell nackig am Hotelpool herum rennt. Der Teenager auf dem Nachhauseweg wartet mit Sicherheit nicht darauf, in eine dunkle Ecke gedrängt zu werden, um sich begrapschen zu lassen oder vielleicht Furchtbareres ertragen zu müssen. Von den Seniorinnen, die im Pflegeheim vergewaltigt werden oder zu Hause ahnungslos die Wohnungstür öffnen, um dann ausgeraubt und anschließend noch missbraucht zu werden, will ich jetzt gar nicht reden!

„Raptists. Don´t. Discriminate.“

Selbst wenn ich es provoziere, die Blicke Anderer auf mich zu ziehen, weil ich High Heels und Minirock trage oder mein Decolletée reichlich Brust freigibt, ist das nicht gleich zusetzten mit der Erlaubnis, mehr zu wagen, als nur einen Blick. Eben nur BLICKE, keine HÄNDE geschweige denn mehr. Oder greife ich den Männern zwischen die Beine, wenn sie eine hautenge Jeans tragen, um jeden Millimeter ihres „beeep!“ zur Schau zu stellen!? Da wäre ja dann ganz schnell ich die Schlampe und nicht der Jeansträger.

Weder ein Kaufmann, der seine schönste Ware zur Schau stellt, will damit einen Diebstahl provozieren, noch animiert der stolze Luxuswagenbesitzer den Autoknacker, aktiv zu werden. Es bleiben Verbrechen,  der Täter ist der Schuldige, nicht die Opfer.

Ein NEIN heißt  in jedem Fall NEIN! Selbst wenn das Opfer in dieser beängstigenden Situation verständlicher Weise nicht in der Lage ist, sich verbal oder physisch zur Wehr zu setzen, ist das kein Freibrief für den Peiniger. Angst, Schock oder auch reiner Überlebensinstinkt lassen es geschehen, lassen es aber NIE vergessen und lassen es bestimmt nicht legal werden.

Die Gesellschaft muss endlich damit anfangen, die Opfer zu schützen, zu unterstützen und nicht nach faulen Ausreden für Straftäter suchen, die da heißen Provokation, Unzurechnungsfähigkeit oder besonders beliebt, vermindert schuldfähig aufgrund Alkoholkonsums. Oder wurden sie etwa gezwungen zu trinken, hat die Schnapsflasche sie animiert, einen besonders tiefen Schluck zu nehmen. Nein, bestimmt hat ihnen jemand die Kiefer gespreizt und einen Schlauch in den Schlund gerammt, sie konnten nicht nein sagen, sich nicht wehren. So wie später vielleicht ihre Opfer … wenn …

Boah … ich könnte mich jetzt da hinein steigern … dabei bin ich eigentlich sprachlos über so eine Engstirnigkeit …

Ich habe fertig … ist besser so!

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