IST BLUT WIRKLICH DICKER ALS WASSER????

Eine kleine, aber sehr einschneidende Geschichte aus meinem Leben …. Durch ein absolut unnötiges Missgeschick habe ich mir am Sonntag meinen rechten Daumen so bescheuert gebrochen, dass er morgen in einer ambulanten Operation verdrahtet und gerichtet werden muss. Von dem immensen Bluterguss am linken Unterschenkel und der Bänderdehnung im linken Sprunggelenk wollen wir an dieser Stelle mal nicht reden. Fakt ist, dass ich als Rechtshänder nun reichlich eingeschränkt in meinen alltäglichen Handlungen bin. Zahnpasta aus einer fast leeren Tube zielgenau auf den Bürstenkopf quetschen, frische Sprudelflaschen öffnen, Brot schneiden, BH öffnen oder schließen … sind nur ein paar spontane Beispiele für meine aktuelle Unzulänglichkeit. Zum Glück habe ich zwei tolle Mädchen, die mir helfen wo immer sie können. Trotz gerade wieder angelaufenem Schulstress, eigenen Interessen und persönlichen Problem(ch)en. Ohne viel Federlesens und nur mit minimalen Anstößen und Erklärungen erledigen sie alles Notwendige so gut sie können … und das ist ziemlich gut! Doch Kinder bleiben Kinder und die Tatsache, dass ich ins Krankenhaus muss … wenn auch nur für ein paar Stunden … macht ihnen Kummer und beunruhigt sie. Da fließen Tränen vor Sorge um die Mama, da werden Ansprechpartner gesucht, die bestätigen könnten, dass wirklich alles wieder gut wird. Deshalb habe ich im allerengsten Familienkreis um Hilfe gebeten. Und blitzte zu meiner großen Überraschung ab! Kälte, Ablehnung, Ausreden … diese schmerzliche Kombination schlug mir entgegen. Ich war entsetzt, traurig und wütend zugleich! Da waren meine Kollegen, denen meine Ungeschicklichkeit nun voraussichtlich sechs Wochen lang erhebliche Mehrarbeit aufbürdet und die trotzdem helfen, wo und wie sie nur können. Da sind Menschen, denen ich persönlich vielleicht einmal sehr weh getan habe und die sofort anboten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Mädels und mir unter die Arme zu greifen. Da gibt es Menschen, die ein nicht unerhebliches Risiko eingehen, wenn sie uns drei Weibern helfen und doch scheuen sie nicht, für uns da zu sein. Nur den eigenen, engen Verwandten, denen ist es zuviel, die Hand helfend auszustrecken, die ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück, widmen sich lieber intensiv ihren Alltagsbanalitäten, als einmal etwas Abwechslung in ihre letzten Lebensjahre zu bringen. Nun, ich kann nur hoffen, dass nie der Fall eintritt, dass sie einmal meine Hilfe benötigen, denn ich bin mir nicht sicher, ob in dem Moment mein Garten (der vielleicht 25 zu pflegende Quadratmeter umfasst) meine volle Aufmerksamkeit braucht oder vielleicht mein Motorrad unbedingt ausgeführt werden muss. Um so dankbarer bin ich all den anderen Menschen, die mehr oder weniger selbstlos für uns da sind / sein werden, wenn es nötig wird … allen voran meinen fabulösen Töchtern! Mädels, DANKE! … dass es euch gibt … ich liebe euch und bin unendlich stolz darauf, eure Mama sein zu dürfen! Und keine Bange … Unkraut … sprich Mama … vergeht nicht!

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