ERST FUTTERN … DANN FASTEN!

Und da sind sie wieder zu finden, die Wunderdiäten und erfolgreichsten Sportprogramme aller Zeiten. In einschlägig bekannten Illustrierten, ja sogar in der Tageszeitung! Wie immer kurz nach Weihnachten oder nach Ostern oder vor dem anstehenden Sommerurlaub strotzen die Printmedien, aber auch das Internet nur so vor phänomenalen Diättipps. Nie dagewesene Erfolge in kürzester Zeit. Ohne Quälerei, für die Bewegungslegasteniker auch ohne Sport und selbstredend ohne Jojo-Effekt. Ob Low-Fat, High-Prot oder Less-Carb … alles ist machbar, notfalls mit der einen oder anderen Pille oder Pülverchen. Ja sicher, wir glauben ja auch alle noch ans Christkind. Oder den Osterhasen. Hohe Feiertage, Familienfeste oder eine Kombination aus beidem, da biegen sich in den meisten Haushalten die Tische unter den Speisen und das nicht nur einmal am Tag, sondern wenn es geht zum Frühstück, zum Mittagessen, an der Kaffeetafel und unter dem Dinnerbuffet. Gerade an Sylvester und Neujahr habe ich es mal wieder selbst erlebt. Und bei netten Gesprächen und in guter Gesellschaft isst es sich viel entspannter … und unkontrollierter. Kein Problem! Wir meiden die Personenwaage zwei oder drei Tage, im Ernstfall eine ganze Woche, essen wieder normal oder legen bei Bedarf noch einen Saft-oder Obsttag ein und schon ist die Welt wieder in Ordnung! Nein? Doch! Natürlich nur, wenn diese Fressorgien nicht unser Alltag sind. Eine ausgewogenen, Obst und Gemüse reiche Ernährung verzeiht solche Feiertagssünden ohne Probleme. Wer jedoch 360 Tage im Jahr seinen Körper mästet, mit Fett und Zucker überfüttert, der darf sich auch nicht wundern, wenn Leber und Galle am Ende der ach so erholsamen Festtage die Grätsche machen und nur noch vor Schmerz und Überbelastung aufschreien. Wenn es so richtig weh tut im Gedärm, ordentlich zwickt beim Schuhe zu binden, wäre das nicht der ideale Moment für den berühmten „KLICK“ im Kopf? Natürlich, deshalb liest man ja auch allerorten davon. Lasst es bitten „klicken“, aber auf vernünftige, verantwortliche und nachhaltige Art und Weise. Eine Ernährnungsumstellung, natürlich in Absprache mit der Familie (sonst ist es immens viel Mehrarbeit) und in Vereinbarkeit mit einem eventuellen Job, kann jeder Zeit gestartet werden. Und als Einstieg ein paar Obsttage, eine Entschlackung oder Darmreinigung – selbstredend bei medizinischer Vorbelastung nur nach Rücksprache und gegebenenfalls Überwachung durch den Arzt – erleichtern den Neuanfang. Bitte Finger weg von Turbo-Diäten, Abführpillen und Diätpülverchen. Es schadet mehr als es nützt, der Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert und es kann sogar zu Abhängigkeiten führen. Wenn die Ernährungsform ausgeglichen ist, dann verzeiht der Körper und damit auch die Waage, die zweite Scheibe Braten samt Knödel, eine Handvoll Weihnachtsplätzchen nur weil sie so gut sind und die entspannende Flasche Bier, Gläschen Rotwein oder Stamperl Schnaps in gemütlicher Runde hin und wieder mit Sicherheit. Es ist absolut nicht nötig, die Portokasse zu plündern und auf seinen Abnahmeerfolg zu wetten, wie im Moment im Internet angepriesen wird. Nicht alles ist käuflich … und schon gar nicht der eigene Wille und das Durchhaltevermögen. Willensstärke hat was mit Charakter zu tun!

In diesem Sinne … auf eine gesundes Neues Jahr.

Ein Gedanke zu „ERST FUTTERN … DANN FASTEN!“

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